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Pfarramt Sankt Marien in Schöten

St. Marien / Schöten

St. Marien / Schöten

Auf unserer Webseite möchten wir Ihnen die Orte des Kirchspiels Schöten vorstellen und Sie gleichzeitig über das kirchliche Leben und die aktuellen Gottesdienste informieren.

Alle wichtigen Informationen hierfür können Sie  unter Rubriken „Gottesdienste“, „Aktuelles“ oder „Termine“ finden.

 

Suchet der Stadt Bestes und betet für sie zum Herrn; denn wenn´s ihr wohl geht, so gehts auch euch wohl.                               

Jeremia Kapitel 29, Vers 7

 

Liebe Leser,
zu Weihnachten kommt ein Kind, das die Welt verändert. Nicht nur im Evangelium wird uns das so berichtet, sondern schon Jahrhunderte zuvor angekündigt vom Propheten Jesaja. Ein Kind wurde uns geboren, ein Sohn wurde uns geschenkt, heißt es da. Ihm wurden Titel beigegeben, die größer und mächtiger kaum möglich sind. Genau übersetzt bedeuten sie: wunderbarer Planer, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Wunder-Rat, Fürst des Friedens. Müßten nicht diese Titel allein Gott vorbehalten sein? Und wirklich, es kommt im Alten Testament nicht vor, daß Menschen göttliche Titel verliehen werden. Die Auswirkungen für das Volk, das im Dunkeln lebt, sind enorm. Die drückende, nicht mehr zu ertragende Last auf der Schulter des Volkes wird in die friedvolle Herrschaft, die jetzt auf den Schultern des wunderbaren Planers liegt, umgewandelt. Die öffentliche Gewalt, das Blutvergießen auf den Straßen, das offensichtliche Unrecht im Anschein des Rechts wird umgewandelt in Frieden, Recht und Gerechtigkeit. Und dies alles bis in alle Ewigkeit. Wir wissen, daß das nicht einfach so passiert. Unser Alltag bricht nicht einfach ab und wird von links auf rechts umgekrempelt. Was sagt uns 2020 das Kind von Bethlehem von Gott gesandt? Was sagt uns Jesus mit den Worten: „Das Reich Gottes ist jetzt schon mitten unter euch!“? Ist es glaubwürdig, daß sich durch dieses Kind in der Krippe etwas tut? Genau das aber ist die Voraussetzung. Ohne Menschen, die auf Gottes Wort vertrauen, die glauben, bewegt sich nichts zum Guten in dieser Welt. Auf das Kind in der Krippe folgt nicht automatisch der Weltfrieden. Das war vor 2000 Jahren nicht so und ist es auch heute nicht. Aber trotzdem steht Gottes Reich dauernd vor der Tür. Der Prophet Jesaja sagt es überdeutlich. Alles Unheil kommt über Gottes Volk, weil es keinen Glauben an die Zusage Gottes gibt, weil es kein Vertrauen auf Gott setzt. Das helle Licht leuchtet erst wieder bei erneutem Vertrauen auf Gott. Und auch Gott ist nicht tatenlos. Im Kind von Bethlehem gibt er jedem Menschen die Möglichkeit neu, sich für das Göttliche zu öffnen und heute, in dieser Welt nach Gottes Willen zu leben. Jesus spricht davon wenn er sagt: kehrt um, tröstet Trauernde, heilt Kranke, teilt mit Armen, besucht Gefangene etc. Es ist einfach und doch so schwer auch nach 2000 Jahren noch. Zu Weihnachten 2020 bewegen uns mehr Sorgen, als in früheren Jahren. Wir sind nachdenklicher und fragender. Die Heilige Nacht will immer auch einen neuen Anfang setzen. Es ist die Frohe Botschaft: Euch ist heute der Retter geboren, er ist Christus, der HERR. Halten wir diese Nachricht fest. Sie ist das einzige Licht, das noch nie verlöscht ist, in keinen noch so dunklen Welt-Zeiten. Denn es ist ein göttliches Licht, für diese unsere Welt! Wer es aufnimmt, wird selbst erwärmt, wird selber Licht. Innerer Friede erfüllt das Herz und neue Freude und Freiheit den Geist.
Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit wünscht Ihnen

Ihr Pfarrer Walter

 

 

 

Die Kirche der brennenden Lampen

heißt im Volksmund eine kleine evangelische Kirche in Frankreich. An jedem Sonntagabend versammeln sich in ihr die Leute aus dem Dorf zum Gottesdienst. Jeder Besucher bringt eine Öllampe mit. In der Kirche werden die Lampen angezündet und auf die breiten Banklehnen gestellt. So wird der Raum hell und der Gottesdienst gefeiert. Im Jahr 1550 entstand diese Gewohnheit. Seitdem bekommt jedes Gemeindeglied, das seinen Glauben bekennt, eine Lampe, die es bis zum Tode behalten und zu jedem Gottesdienst mitbringen soll. Schon über vierhundert Jahre wandern diese Lampen von Hand zu Hand, und jeder weiß, wenn er mit seiner Lampe im Gottesdienst fehlt, wird die Kirche ein wenig dunkler und trüber sein.

                                                 

 

Jahreslosung 2020:

Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

Markus 9,24

 

Wir wünschen allen Besuchern eine gesegnete Zeit!