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Pfarramt Sankt Marien in Schöten

St. Marien / Schöten

St. Marien / Schöten

Auf unserer Webseite möchten wir Ihnen die Orte des Kirchspiels Schöten vorstellen und Sie gleichzeitig über das kirchliche Leben und die aktuellen Gottesdienste informieren.

Alle wichtigen Informationen hierfür können Sie  unter Rubriken „Gottesdienste“, „Aktuelles“ oder „Termine“ finden.

Liebe Leser!

 Werft das Netz aus und ihr werdet fangen!

            Das sind die Worte Jesu in der 3. Erscheinung nach seiner Auferstehung vor seinen Jüngern. Diesmal am Ufer vom See Tiberias. Nach der totalen Niederlage, der absoluten Enttäuschung, der Ratlosigkeit und dem „Skandal“ der Kreuzigung Jesu, waren die Jünger in ihre Dörfer und zu ihrer Arbeit als Fischer zurückgekehrt. Es war ihr alter Beruf, den sie vor der Begegnung mit Jesus ausgeübt hatten, ihr altes Leben! Nach 3 Jahren Gemeinschaft mit Jesus herrschte jetzt ein Klima der Resignation und Verwirrung unter den Männern.

            Vor seiner Kreuzigung sagte ihnen Jesus voraus: Markusevangelium Kapitel 14,  Vers 27 Ihr werdet alle Ärgernis nehmen; denn es steht geschrieben (Sacharja 13,7): »Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe werden sich zerstreuen.«

Unbegreiflich, das zu verstehen! Jesus, ihren Herrn und Meister, hatten sie tatsächlich hingerichtet! Es schien alles zu Ende zu sein. Da kommt es zu einer der folgenreichen Begegnungen mit Jesus. Diesmal am See Tiberias. Der Auferstandene begegnet den Jüngern bei Tagesanbruch. Die ganze Nacht über hatten die Fischer sich umsonst abgemüht. Ihre Netze sind leer. Genauso erscheint ihnen die Bilanz ihrer Erfahrung mit Jesus: leer, aus und vorbei! Sie hatten ihn gekannt, sie waren bei ihm gewesen, er hatte ihnen so vieles verheißen. Und jetzt fanden sie sich vor einem leeren Netz, mit NICHTS. Und siehe da, Frühmorgens kommt ihnen Jesus entgegen! Die Jünger erkennen ihn nicht gleich (V. 4). Dieser Morgen erinnert noch einmal an das Eingreifen Gottes vor  Anbruch Tages – Ostern! Als frühmorgens die Frauen am leeren Grab dem auferstandenen HERRN begegnen. Die Jünger, die von der Anstrengung der nächtlichen Fischerei erschöpft und enttäuscht sind, bekommen zu hören: „Werft das Netz zur rechten Seite des Bootes aus und ihr werdet etwas fangen!“ Normalerweise fischt man nachts, wenn das Wasser undurchsichtig wegen der Dunkelheit ist. Die Männer aber vertrauen Jesus. Das Ergebnis ist überwältigend. Ein Fischfang, der das Netz fast reißen ließ. In diesem Moment sagt Johannes – von der Liebe erleuchtet- zu Petrus:  „Es ist der Herr!“  Es ist ein spontanes Glaubensbekenntnis zum auferstandenen Christus. Wenn unser Tun und Machen, wenn all unser „Wir schaffen das!“ völlig vergeblich ist, so, wie die nächtliche Mühe der Apostel, dann vergessen wir nicht, daß Jesus von einem Augenblick zum anderen alles umkehren kann. Erkennen wir, wer am Ufer steht, erkennen, wer es ist, der uns einlädt zum Brot des Lebens, das ist ein Geschenk, das ist Gnade.

            Dem Apostel Johannes ist der scharfsichtige Blick der Liebe geschenkt, der den auferstandenen erkennt, der ihm und den anderen die Augen öffnet. Diese Liebe des Auferstandenen füllt Netze, teilt das Brot, schenkt Glauben. Der überaus mühsame, aber dennoch nutzlose nächtliche Fischzug der Jünger erinnert uns in diesen unseren Zeiten an das Wort Jesu: „Ohne mich könnt ihr nichts tun!“ Laßt uns unsere Arbeit also im Vertrauen auf seinen Segen mutig tun.

            Herzliche Grüße und Gott befohlen im Mai

            Ihr Pfarrer Walter

 

Jahreslosung 2020:

Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

Markus 9,24

 

Wir wünschen allen Besuchern eine gesegnete Zeit!