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Pfarramt Sankt Marien in Schöten

St. Marien / Schöten

St. Marien / Schöten

 

Wenn der Herr, dein Gott, dich in ein prächtiges Land führt, … in dem du nicht armselig deinBrot essen mußt, … dann nimm dich in Acht und vergiß den Herrn, deinen Gott nicht!“                        5. Mose Kapitel 8, Verse 7-10

 

Wir können uns das so richtig bildlich vorstellen: der lange Marsch durch die Wüste von Ägypten, durch die einst das Volk Israel aus der Sklaverei geflohen ist, über die Halbinsel Sinai, dann bis zum Toten Meer. Schließlich kommen sie am Ufer des Jordan an, nach Jahren von Hunger und Durst, Angst vor Räubern und vor Krankheiten und Seuchen. Endlich stehen sie an diesem Fluß mit Fischen. Und auf der anderen Seite sehen sie Olivenbäume und fruchtbares Land. Sie atmen auf. Mose, ihr Führer, macht sein Testament. Darin gibt er ihnen das wichtigste mit, bevor sie hineingehen ins gelobte Land!

„Wenn der Herr, dein Gott, dich in ein prächtiges Land führt, ein Land mit Bächen, Quellen und Grundwasser, das im Tal und am Berg hervorquillt, ein Land mit Weizen und Gerste, mit Weinstock, Feigenbaum und Granatbaum, ein Land mit Ölbaum und Honig, ein Land, in dem du nicht armselig dein Brot essen mußt, in dem es dir an nichts fehlt, ein Land, dessen Steine aus Eisen sind, aus dessen Bergen du Erz gewinnst; wenn du dort ißt und satt wirst und den Herrn, deinen Gott, für das prächtige Land, das er dir gegeben hat, preist, dann nimm dich in acht und vergiß den Herrn, deinen Gott, nicht!“

Wir feiern im Oktober Erntedank. Ein Anlaß, um uns an die Worte Moses zu erinnern!

Wenn du gegessen hast und satt bist, sollst du den Herrn, deinen Gott, loben…!“

Das gilt auch vor dem Essen.  Zu Lob und Dank haben wir Anlaß angesichts der übervollen Teller, vor denen wir sitzen.

Wenn 15.000.000 Tonnen Lebensmittel in Deutschland jährlich im Müll landen darunter allein 500.000 Tonnen Brot, dann ist das vor den Hungernden der Welt nicht zu verantworten. Rein rechnerisch werden in Europa Lebensmittel vernichtet, die ausreichten, um die Hungernden der Welt zweimal zu ernähren.

In Moses Vermächtnis lesen wir: „Wenn du gegessen hast und satt bist, sollst du den Herrn, deinen Gott, loben für das gute Land, das er dir gegeben hat.“

Wer Gott für seine Gaben dankt, kann diese nicht verschwenden oder wegwerfen.

Beleidigen wir nicht den Geber aller guten Gaben, den Schöpfer allen Lebens. Beginnen wir wieder jede Mahlzeit mit Dank. Wir haben allen Anlaß dazu.

Gott befohlen im Oktober

Ihr Pfarrer Walter