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Pfarramt Sankt Marien in Schöten

St. Marien / Schöten

St. Marien / Schöten

Auf unserer Webseite möchten wir Ihnen die Orte des Kirchspiels Schöten vorstellen und Sie gleichzeitig über das kirchliche Leben und die aktuellen Gottesdienste informieren.

Alle wichtigen Informationen hierfür können Sie  unter Rubriken „Gottesdienste“, „Aktuelles“ oder „Termine“ finden.

Liebe Leser,

im Evangelium hören wir von zwei Menschen, die Zeit ihres Lebens eine Sehnsucht hatten. Der greise Simeon, (dieser Name bedeutet „Erhörung“) wartet auf den Trost Israels. Die hochbetagte Hanna wartet auf die Erlösung Jerusalems. Sie haben eine Sehnsucht nach Gottes neuer, gerechter Welt. Damit stehen die beiden stellvertretend für das ganze Volk Gottes, dem die Propheten über Jahrhunderte verheißen haben, daß der Retter und Erlöser, der „Trost Israels“ kommen wird. Sie stehen für eine Hoffnung, die sich auf Gottes Zukunft und Verheißung richtet, nicht aber auf falsche Visionen, Propheten und quasi religiöse Versprechungen für eine heile Welt.

Täglich sind Simeon und Hanna im Tempel und geben die Hoffnung nicht auf, die Gott Simeon ins Herz gab: noch ehe er stirbt, werde er den Erlöser sehen. Viele hätten in seiner Situation und in diesem Alter längst resigniert aufgegeben. Simeon nicht. Und auch nicht Hanna. Sie trauen ihrer Sehnsucht und sie trauen Gottes Versprechen. Und schließlich kommen Maria und Joseph mit dem gerade 40 Tage alten Säugling und die beiden spüren instinktiv: das ist der Messias, der erwartete Retter und Erlöser!

Was muß das für ein Gefühl gewesen sein: ein Sechser im Lotto ist gar nichts dagegen, denn hier geht es nicht um Geld und Reichtum. Hier geht es um den Sinn des Lebens. Dieser hochbetagte Mann spürt: mein Leben hatte einen Sinn, denn ich bin Gott begegnet! Hätte er die Hoffnung aufgegeben, wäre er niemals dem Christus begegnet.

Diese große Sehnsucht nach einem erfüllten, sinnvollen und glückendem Leben, wer hat die nicht. Aber wer die Hoffnung und den Glauben aufgibt, der hat schon verloren. Das ist die Botschaft von Mariä Lichtmeß.

Simeon und Hanna haben nicht nur Geduld, sie gehen in langen Jahren des Wartens eben auch nicht falschen Verheißungen und Propheten auf den Leim.

Letztlich ist die Erfüllung ihrer Sehnsucht unscheinbarer als erwartet: ausgerechnet in diesem Säugling, der da zum Tempel gebracht wird, wie andere Kinder auch. Aber sie haben die Gabe des Heiligen Geistes. Das zählt! Sie können Christus erkennen, den Messias, Gott selbst.

Laßt uns darum beten, daß wir wach und aufmerksam sind wie Simeon und Hanna.

Ob wir gerade Gottesdienst feiern oder ob wir dabei sind, im Alltag unsere Arbeit zu tun, – damit wir erkennen können, wenn uns Christus im Leben begegnet.

Mit besten Segenswünschen

Ihr Pfarrer Walter

 

Jahreslosung 2020:

Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

Markus 9,24

 

Wir wünschen allen Besuchern eine gesegnete Zeit!