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Pfarramt Sankt Marien in Schöten

St. Marien / Schöten

St. Marien / Schöten

Auf unserer Webseite möchten wir Ihnen die Orte des Kirchspiels Schöten vorstellen und Sie gleichzeitig über das kirchliche Leben und die aktuellen Gottesdienste informieren.

Alle wichtigen Informationen hierfür können Sie  unter Rubriken „Gottesdienste“, „Aktuelles“ oder „Termine“ finden.

Liebe Leser,

es ist dir doch ein Leichtes, aus diesen Steinen Brot zu machen, Jesus!

            Das ist die 1. Versuchung durch den Teufel in der Wüste nach 40 Tagen Fasten. Es ist die Versuchung des Konsums. Die teuflische Versuchung, alles zu verzwecken. Alles soll nur dazu da sein, von uns gebraucht und verbraucht zu werden. Jesus macht klar: es gibt auch weiterhin Hartes, an dem wir uns stoßen werden und Dinge, die uns nicht einfach verfügbar sein werden. Wir Menschen sind nicht nur aus Materie, wir sind zugleich auch geistige Wesen. Wir leben auch vom „Wort Gottes“. Gottes Wort erschafft alles, was wir brauchen. Kein Mensch kann auf Dauer gesund leben ohne Muße, ohne Freiheit, ohne Gottes Schöpfung.

            In der 2. Versuchung wird Jesus nahegelegt, seine Gottessohnschaft zu mißbrauchen. „Wenn du Gottes Sohn bist, stürze dich von der Zinne des Tempels.“ Würde Jesus auf diesen hinterlistigen Vorschlag eingehen, würde er Gott instrumentalisieren, ihn für sich gebrauchen, Gott mißbrauchen. Das ist eine Gefahr, der wir im Alltag wohl oft begegnen und erliegen. „Wenn ich schon glaube, muß für mich auch was dabei herauskommen. Gott muß dafür sorgen, daß mir nichts Böses geschieht, daß es meinen Lieben gut geht, daß ich gesund bleibe…“ In dieser Haltung benutzen wir Gott. Dann mache ich mir ihn zum Diener. Gott muß dann für mich da sein und nicht ich für ihn.

            Die 3. Versuchung ist die der Macht. „Das alles will ich dir geben, wenn du vor mir niederfällst und mich anbetest.“ Die Märchen erzählen immer wieder von diesem Motiv: Wer sich dem Teufel verschreibt, wird sein Sklave.

            Alle drei Versuchungen haben letztlich den einen Inhalt: Ich mache mich selbst zum Mittelpunkt der Welt. Alles, angefangen von der Schöpfung, bis hin zu Gott selber, hat sich mir unterzuordnen. Mit diesen Versuchungen erweist sich der Teufel als die Sünde in uns, mit der wir uns auseinandersetzen müssen.

 

Jesus macht es uns vor:

  1. Er durchschaut die Versuchungen und hält sie aus.
  2. Er widersteht den Versuchungen, indem er tut, was der erste Adam nicht getan hat: er traut Gott. Jesus hat keine Angst, daß ihm etwas entgeht, wenn er den Willen seines Vaters im Himmel tut.
  3. Jesus entscheidet sich ganz für Gott – bis zur letzten Faser seiner Existenz. In diesem Moment kommen Engel und dienen ihm.

Ab dem Moment, wo wir unsere Entscheidung für Gott fällen, beginnt auch für uns Gottes Reich – schon jetzt.

Mit besten Segenswünschen

Ihr Pfarrer Walter

 

Jahreslosung 2020:

Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

Markus 9,24

 

Wir wünschen allen Besuchern eine gesegnete Zeit!