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Pfarramt Sankt Marien in Schöten

St. Marien / Schöten

St. Marien / Schöten

Auf unserer Webseite möchten wir Ihnen die Orte des Kirchspiels Schöten vorstellen und Sie gleichzeitig über das kirchliche Leben und die aktuellen Gottesdienste informieren.

 

Liebe Leser,

die Magier und ihre astrologischen Künste galten zunächst als fragwürdige Leute. Sie waren die ersten Heiden beim Gottes-Sohn. Im Matthäus-Evangelium sind sie die Einzigen, die sich auf den richtigen Weg weisen lassen. Sie fragen in Jerusalem nach dem Ort, den der „aufgehende Stern“ bezeichnet und erhalten dort die richtige Auskunft aus der Heiligen Schrift. Aber keiner der Priester und Schriftgelehrten macht sich selbst auf nach Bethlehem, nur diese fremden Weisen aus dem Fernen Osten.

Die Bilder und Symbole sind ganz im Alten Testament verwurzelt: „Alle kommen“, bringen Gaben und „verkünden die ruhmreichen Taten des HERRN“, so verkündete schon der Prophet Jesaja. Die Völker der Erde bringen ihre Kulturen und Gaben ein und tragen Wertvolles zum Ruhm des menschgeborenen Gottes bei. Alle Völker können nach Bethlehem zum Gottessohn kommen. Das Gold der Könige kann symbolisch für all das stehen, was wir besitzen, genauso wie die Erkenntnis, die uns mitgegeben wurde und uns als individuelle Menschen ausmacht.

Die Weisen aber „sind gekommen, um zu huldigen“ – dem Kind, in dem Gott seine Herrschaft ankündigt. Sie verwenden das Gold nicht für sich, sondern in der Haltung ihrer Hingabe zu diesem König. Dafür stehen auch Weihrauch und Myrrhe. Es sind wertvolle Harze, die als Duftstoffe verschwenderisch Wohlgeruch verbreiten. Man hätte sich auch alles mögliche ‚Praktische‘ vorstellen können, das sie der jungen Familie in Bethlehem mitbringen. So aber zeigen sie mit Weihrauch, daß sie Gott anbeten und bringen mit Myrrhe das Wertvollste, das sie haben, schon symbolisch für eine Einbalsamierung nach dem Kreuzes-Tod. Diese weisen Männer aus dem Osten richten sich ganz nach dem Kind aus. Sie gehen vor Gottes Gegenwart in die Knie.

So findet Epiphanias statt, das heißt Erscheinung Gottes in der Welt der Menschen. Gott bietet sich dar in einem Kind. Alle Weisheit und aller Reichtum der Welt werden symbolisiert in den Magiern. Aus fernen Ländern und Kulturen kommen sie. Sie lassen sich in das geheiligte Land leiten, nach Bethlehem, aus dem nach alter Verheißung der „Hirt des Volkes Israel“ hervorgehen sollte. Sie richten sich ganz auf die Gegenwart Gottes aus. Dieses Kind, dieser gute Hirte, Gott, der sich auf diese Art und Weise zugänglich und erkennbar macht – zu ihm dürfen alle Menschen kommen. Und wir werden erfahren, durch diese Begegnung wird alles verwandelt.

Herzlichen Grüße und Gottes Segen zum neuen Jahr des Herrn 2021 nach Christi Geburt!

Pfr. Walter

 

 

Die Kirche der brennenden Lampen

heißt im Volksmund eine kleine evangelische Kirche in Frankreich. An jedem Sonntagabend versammeln sich in ihr die Leute aus dem Dorf zum Gottesdienst. Jeder Besucher bringt eine Öllampe mit. In der Kirche werden die Lampen angezündet und auf die breiten Banklehnen gestellt. So wird der Raum hell und der Gottesdienst gefeiert. Im Jahr 1550 entstand diese Gewohnheit. Seitdem bekommt jedes Gemeindeglied, das seinen Glauben bekennt, eine Lampe, die es bis zum Tode behalten und zu jedem Gottesdienst mitbringen soll. Schon über vierhundert Jahre wandern diese Lampen von Hand zu Hand, und jeder weiß, wenn er mit seiner Lampe im Gottesdienst fehlt, wird die Kirche ein wenig dunkler und trüber sein.

                                                 

 

Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!

   Jahreslosung für 2021 aus dem Lukasevangelium Kapitel 6, Vers 36

Wir wünschen allen Besuchern eine gesegnete Zeit!