Liebe Leser!

Vierzig Tage nach Weihnachten feiern wir „Mariä Lichtmeß“ oder die „Darstellung des Herrn“. Maria und Joseph bringen Jesus in den Tempel, um ihn nach dem Gesetz des Moses, Gott zu weihen. Dort treffen sie auf zwei alte Menschen, Simeon und Hanna. Ihnen war vom Geist Gottes verheißen, daß sie noch zu Lebzeiten den Messias leibhaftig sehen werden.

„Jetzt wurde Simeon vom Geist Gottes in den Tempel geführt.“ Der Heilige Geist ist also das Licht der Erkenntnis, in dem sich die Sehnsucht Simeons erfüllt und in dem er versteht, welche Bedeutung dieses Kind für ihn und alle Welt hat. Simeon nimmt Christus auf die Arme und preist ihn vor seinen Eltern als das Heil für die ganze Welt, als das Licht das alle Menschen erleuchtet und wärmt, als der Mensch, in dem die Herrlichkeit Gottes aufleuchtet. In solcher Erkenntnis des Messias kommt sein Menschenleben und kommt jedes Menschenleben ans Ziel und kann im Frieden Gottes von dieser Erde scheiden.

Auch die hochbetagte Hanna wird Prophetin genannt, also eine Frau, welche mit dem Heiligen Geist Gottes begabt ist. Sie lebte ständig im Tempel, d.h. in der bleibenden Gegenwart Gottes. Auch ihr wird in diesem Jesuskind die Erfüllung ihres Lebens angezeigt. Diese geisterfüllten Menschen lassen auch uns fragen: Wer ist Jesus für mich? Welche Bedeutung hat er für mein Leben? Orientiere ich mich an ihm oder an Vorgaben dieser Zeit und Welt?

Der 2. Februar heißt „Mariä Lichtmeß“, weil an ihm seit alters eine Kerze symbolisch das Leben Jesu deutet und an Maria gedacht wird, die Gott in unsere Welt gebar. Simeon nennt das Kind „ein Licht, das die Heiden erleuchtet“. Der erwachsene Jesus wird sagen: „Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern das Licht des Lebens haben“ (Joh 8,2).  Zugleich schreibt Jesus uns Christen auch ins Taufbuch: „Ihr seid das Licht der Welt“ (Mt 5, 14)

Ich wünsche Ihnen in diesen Zeiten Licht der Augen, Licht des Verstandes und Licht des Glaubens!

 

Ihr Pfarrer

Walter

 

 

 

Sitz des Pfarramtes des Kirchspiels St. Marien

 St. Marien
Blick in den Altarraum
Die urkundliche Ersterwähnung des Ortes fällt in das Jahr 1181. Der Ortsname geht vermutlich auf das slawische „scetin“ zurück, was soviel wie „Ort am Rande eines Grabens“ bedeutet. Laut der Lindwurmsage wird der Ortsname mit dem Zu„schütten“ des Sumpfes, in dem der Knappe Veit die Lindwürmer getötet haben soll, in Verbindung gebracht.    

      

Knappe Veith tötet die Lindwürmer zu Schöten

Die Kirche „St. Marien“ in der Dorfmitte wurde nach einem Brand im Jahr 1780 an der gleichen Stelle neu errichtet. Ihr Vorgängerbau stammt aus dem Jahr 1260. Die Kirche wird an ihrer Süd- und Ostseite von Grünflächen, welche von einer Natursteinmauer eingefasst sind, umgeben. Daran grenzt der Anger mit Teich und Brunnen. Am Kirchturm sind noch romanische Bauteile zu sehen.

St.Marien Taufstein

 

Am östlichen Ortsrand steht das aus Sandstein geschaffene Sühnekreuz. Auf diesem 1,50 Meter hohen Kreuz war ein heute nicht mehr sichtbares Schwert abgebildet. Der Sage nach soll hier ein Handwerksbursche ein Mädchen vergewaltigt und anschließend getötet haben.
(Quelle: Wikipedia)