Liebe Leser!

Wohnungswechsel! Innerhalb eines Jahres sind zwei meiner Familienmitglieder umgezogen. Die alte Wohnung war nicht mehr der richtige Ort, an dem sie bleiben konnten bzw. es ging der  Arbeitsstelle hinterher. Umzugsgründe gibt es viele, freudige und traurige. Auf jeden Fall aber ist ein Wohnungswechsel mit sehr viel Arbeit und oft auch Kosten verbunden. Da kommt oft der Gedanke: hätte ich es bloß schon hinter mir!

 

Und dann gibt es noch den ganz großen „Wohnungswechsel“ zur letzten Ruhestätte. Den möchten die meisten so bald nicht gerne hinter sich haben. Jesus Christus spricht von „Wohnungen im Hause seines Vaters“. Er redet unumwunden vom Umzug in eine neue Heimat zu Gott. In dieser Situation steht ihm gerade selbst der Tod bevor und trotzdem spricht er zu seinen Jüngern von einem Wiedersehen: „Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr seid, wo ich bin“ (Joh 14,3). Das ist der Trost hier im Leben und im Sterben! Der Tod ist nicht das Ende, es gibt eine Heimat im Leben danach. Und sie ist für uns vorbereitet, sie ist  eingerichtet, wir werden liebevoll erwartet, so daß wir uns für immer zu Hause fühlen werden. Denn im Hause unseres himmlischen Vaters gibt es viele Wohnungen, für alle, die diesen Weg des Glaubens gehen.

 

Unterwegs fragen wir vielleicht wie einst Thomas, der Jünger, Jesus gefragt hat: „Herr, wir wissen nicht wohin du gehst. Wie sollen wir denn den Weg kennen? Wissen, im Sinne von einem Adresseneintrag ins Navigationsgerät, können wir nicht. Es gibt keine Straßenangabe. Aber trotzdem liegt unser Weg als Christen klar vor uns. Es ist derselbe Weg, den unser Herr gegangen ist. Sein Weg ist immer die Wahrheit, sein Weg führt immer zum Leben, er führt immer zum Vater. Eigentlich wissen wir es längst, – wir brauchen unterwegs zuweilen nur neuen Mut und wieder neues Vertrauen zu IHM, der uns vorangeht.

 

Einen gesegneten November

wünscht Ihnen

Ihr Pfarrer

Walter

 

 

 

 

Sitz des Pfarramtes des Kirchspiels St. Marien

 St. Marien
Blick in den Altarraum
Die urkundliche Ersterwähnung des Ortes fällt in das Jahr 1181. Der Ortsname geht vermutlich auf das slawische „scetin“ zurück, was soviel wie „Ort am Rande eines Grabens“ bedeutet. Laut der Lindwurmsage wird der Ortsname mit dem Zu„schütten“ des Sumpfes, in dem der Knappe Veit die Lindwürmer getötet haben soll, in Verbindung gebracht.    

      

Knappe Veith tötet die Lindwürmer zu Schöten

Die Kirche „St. Marien“ in der Dorfmitte wurde nach einem Brand im Jahr 1780 an der gleichen Stelle neu errichtet. Ihr Vorgängerbau stammt aus dem Jahr 1260. Die Kirche wird an ihrer Süd- und Ostseite von Grünflächen, welche von einer Natursteinmauer eingefasst sind, umgeben. Daran grenzt der Anger mit Teich und Brunnen. Am Kirchturm sind noch romanische Bauteile zu sehen.

St.Marien Taufstein

 

Am östlichen Ortsrand steht das aus Sandstein geschaffene Sühnekreuz. Auf diesem 1,50 Meter hohen Kreuz war ein heute nicht mehr sichtbares Schwert abgebildet. Der Sage nach soll hier ein Handwerksbursche ein Mädchen vergewaltigt und anschließend getötet haben.
(Quelle: Wikipedia)